Häufige Probleme und was dahintersteckt
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Erst mechanisch, dann elektronisch denken
Fast jede Störung bei einem Saugroboter ist ein mechanisches Problem oder Schmutz an einem Sensor. Softwarefehler gibt es, aber sie sind seltener als der Eindruck in Foren vermuten lässt.
Deshalb lohnt sich bei jedem Symptom zuerst der Blick auf die Unterseite. Das dauert eine Minute und erklärt die meisten Fälle.
Er bleibt hängen oder fährt sich fest
An derselben Stelle. Dann ist es die Stelle, nicht das Gerät. Teppichkante, Türschiene, Stuhlbein, flacher Möbelsockel. Die saubere Lösung ist eine No-Go-Zone, die praktische oft eine Übergangsleiste oder ein rutschfestes Netz unter dem Teppich.
Überall, besonders auf Teppich. Dann ist die Schwellenhöhe des Geräts zu knapp für deinen Boden. Das ist kein Defekt, sondern eine Auswahlfrage, siehe Hochflorteppich und Altbau mit Türschwellen.
Unter Möbeln. Das Gerät kommt hinein und nicht mehr heraus, weil die Bauhöhe an der höchsten Stelle knapp passt und der Boden uneben ist. Sperrzone oder Abstandhalter.
Mit eingezogenem Gegenstand. Kabel, Socken, Teppichfransen. Hier hilft nur bessere Hinderniserkennung oder eine Runde Aufräumen vor dem Start.
Er findet die Station nicht
Die Reihenfolge der Ursachen, nach Häufigkeit:
Die Station wurde verschoben, auch nur ein Stück. Vor der Station steht etwas. Die Station steht in einer Ecke oder zu nah an einem Möbelstück, sodass der Anfahrtsbogen nicht passt. Die Kontakte oder das Infrarotfenster sind verstaubt. Die Steckdose hängt an einer geschalteten Leiste.
Was fast nie die Ursache ist: ein Defekt am Dock. Wie der Platz aussehen sollte, steht unter Saugroboter einrichten.
Die Saugleistung lässt nach
Das ist der häufigste Beschwerdepunkt überhaupt, und er hat fast immer dieselben zwei Ursachen.
Haare um die Hauptbürste. Sie wickeln sich um die Achse und bremsen die Walze, bis sie den Boden kaum noch berührt. In Haushalten mit Tieren oder langen Haaren ist das eine wöchentliche Angelegenheit, es sei denn, das Gerät hat eine Anti-Tangle-Bürste.
Zugesetzter Filter. Ein voller Filter drosselt den Luftstrom so stark, dass keine Saugstufe das ausgleicht. Mehr Pascal auf dem Papier nützt dann nichts, siehe was Pascal bedeutet.
Danach kommen eine verschlissene Seitenbürste, eine undichte Behälterdichtung und zuletzt der Motor.
Es riecht
Bei Kombigeräten liegt es fast immer am Wasser. Ein Wischpad, das feucht am Gerät oder in der Station bleibt, riecht nach ein bis zwei Tagen. Dasselbe gilt für Schmutzwasser im Tank und für Wasser, das länger im Frischwassertank steht.
Die Routine dagegen ist kurz: Pad nach jedem Einsatz abnehmen, auswaschen und trocknen lassen, Schmutzwasser ausgießen, Tanks nicht gefüllt stehen lassen. Stationen mit Heißluftrocknung nehmen diesen Punkt weitgehend ab.
Bei reinen Saugern kommt Geruch meist von einem feuchten Filter oder davon, dass der Behälter nach dem Aufsaugen von etwas Feuchtem nicht geleert wurde.
Er fährt seltsame Muster oder verliert die Karte
Bei Geräten mit LiDAR-Navigation sitzt der Scanner im Turm obenauf. Staub oder ein Fingerabdruck auf dem Fenster reichen, damit die Orientierung ungenau wird.
Kameragestützte Systeme nach VSLAM brauchen Licht. In einem abgedunkelten Raum verlieren sie die Orientierung, und das sieht im Fahrmuster genauso aus wie ein Defekt.
Wenn ein Gerät die Karte nach jedem Durchgang verliert, prüfe, ob die Karte in der App überhaupt gespeichert wurde. Manche Geräte speichern nur, wenn ein vollständiger Durchgang ohne Abbruch zu Ende gefahren wurde.
Die Sensoren an der Unterseite
Der am häufigsten übersehene Punkt. Verstaubte Absturzsensoren führen dazu, dass ein Gerät grundlos stehen bleibt und eine Absturzgefahr meldet, obwohl der Boden eben ist. Ein trockenes Tuch genügt, und es gehört in jede Wartungsrunde.
Wann es wirklich das Gerät ist
Wenn Bürste, Filter, Sensoren und Station geprüft sind und das Verhalten bleibt, ist es ein Fall für den Hersteller. Typische echte Defekte sind ein Rad, das nicht mehr frei läuft, ein Akku, der die Fläche nicht mehr schafft, und ein Scannerturm, der sich nicht mehr dreht.
Beim Akku lohnt vor dem Kauf die Frage, ob es Ersatz gibt. Bei Geräten ohne verfügbaren Ersatzakku endet die Nutzungsdauer dort, wo der Akku endet.
Häufige Fragen
Der Roboter bleibt immer an derselben Stelle hängen. Was tun?
Schau dir die Stelle genau an. Meist ist es eine Teppichkante, ein Türanschlag, ein Kabel oder ein Möbelstück, unter das er gerade noch fährt und dann nicht mehr heraus. Eine Sperrzone an genau dieser Stelle löst das dauerhaft und kostet wenig Fläche.
Er saugt schlechter als am Anfang. Ist der Motor hin?
Sehr selten. Prüfe in dieser Reihenfolge: Haare um die Hauptbürste, Filter, Staubbehälterdichtung, Seitenbürste. In den allermeisten Fällen ist es eines der ersten beiden Teile.
Aus dem Gerät oder der Station riecht es. Woher kommt das?
Bei Kombigeräten fast immer vom feuchten Wischpad oder vom Schmutzwasser, die beide nicht trocknen konnten. Bei reinen Saugern von einem feuchten Filter oder von Resten im Behälter. Alles Feuchte gehört nach dem Einsatz heraus und an die Luft.
Die App verliert ständig die Verbindung. Liegt das am Roboter?
Meist am Netz. Viele Geräte arbeiten nur im 2,4-GHz-Band und kommen mit Mesh-Systemen durcheinander, die beide Bänder unter einem Namen führen. Ein eigener Netzname für das 2,4-GHz-Band löst das in vielen Haushalten.