Kantenreinigung
Kurz erklärt: Reinigung entlang von Wänden und in Zimmerecken, die ein rundes Gerät nur über Seitenbürste oder ausfahrbare Teile erreicht.
Ein runder Roboter hat einen systematischen Nachteil: Sein Gehäuse kommt nie näher an die Wand als bis zum Radius. Alles, was dahinter liegt, muss von der Seitenbürste herausgefegt und in die Saugöffnung befördert werden. In einer Zimmerecke gelingt das nur teilweise, weil die Bürste dort aus zwei Richtungen begrenzt wird.
Was die Hersteller dagegen tun
Kantenmodus. Das Gerät fährt die Wände am Ende eines Durchgangs noch einmal eng ab. Das hilft, kostet aber Zeit und Akku.
Ausfahrbare Seitenbürste. Ein Arm, der sich an der Wand nach außen schiebt und dadurch mehrere Zentimeter weiter reicht. Das ist der wirksamste der drei Ansätze.
Ausfahrbarer Mopp. Dasselbe Prinzip für das Wischen. Ein rotierender Mopp, der an der Wand ausschwenkt, kommt näher an die Sockelleiste als ein starres Wischpad.
D-Form. Einige Geräte sind vorne gerade gebaut. Das hilft an der geraden Wand, in der Ecke bleibt die Geometrie trotzdem ungünstig.
Was liegenbleibt
Die Ecke selbst, zumindest der innerste Bereich. Dazu alles, was an einer Kante nicht gefegt werden kann, etwa Sand, der in einer Fuge sitzt, oder Flusen, die sich an einer Teppichkante sammeln.
Auf Hartboden fällt das stärker auf als auf Teppich, weil dort nichts den Staub kaschiert. In Wohnungen mit Parkett ist die Kantenreinigung deshalb ein Merkmal, das im Alltag sichtbar wird, siehe Parkett und Laminat.
Woran du es vor dem Kauf nicht erkennst
Ob die Kantenreinigung eines Geräts gut funktioniert, steht nicht in den Produktangaben. Angegeben wird, ob eine ausfahrbare Bürste vorhanden ist, nicht wie weit sie reicht und wie zuverlässig sie auslöst. Das ist ein Merkmal, bei dem die Spezifikation wenig und der Alltag viel aussagt.
Vergleiche dazu: Saugroboter mit Absaugstation · Saug-Wisch-Roboter mit Komplettstation